Mit 52 Metern über NHN liegt Magdeburg im Urstromtal der Elbe. Die mächtigen Auelehme und Talsande unter der Stadt zwingen jeden Tragwerksplaner zu einer klaren Entscheidung: entweder tief gründen oder den Boden gezielt verbessern. Die Bemessung von Schottersäulen bietet hier den wirtschaftlicheren Weg. Statt Pfähle in 15 oder 20 Meter Tiefe zu rammen, verdichten wir den anstehenden weichen Boden mit steifen Schottersäulen. Das reduziert Setzungen um 40 bis 70 Prozent und erhöht die Tragfähigkeit auf über 250 kN/m². Unser Team greift auf Bohrprofile aus dem Magdeburger Norden bis Buckau zurück, um die Säulenlänge und den Rasterabstand präzise zu bestimmen. Ergänzend zur Baugrundverbesserung kann bei sehr heterogenen Schichten eine CPT-Sondierung die Schichtgrenzen genauer auflösen als jede Rammsondierung.
In den Auelehmen Magdeburgs erzielen wir mit 80-cm-Schottersäulen Setzungsreduktionen von über 60 Prozent gegenüber einer Flachgründung.
Technische Details zur Leistung in Magdeburg

Risiken und Überlegungen in Magdeburg
Der Wechsel zwischen trockenen Sandrücken und nassen Auelehmen prägt das Baugrundrisiko in Magdeburg. Ein Sommerhochwasser der Elbe kann den Grundwasserspiegel innerhalb von Tagen um zwei Meter anheben. Für die Bemessung von Schottersäulen bedeutet das: Wir müssen den Auftrieb und die Strömungskraft im Säulenkörper berücksichtigen. Ein unzureichend entwässerter Säulenfuß baut Porenwasserüberdrücke auf, die die Mantelreibung zerstören. Wir dimensionieren die Säulenlänge daher konservativ mit einem Zuschlag von 0,5 bis 1,0 Meter unter die rechnerische Einbindetiefe. Die Filterstabilität zwischen Schotter und anstehendem Feinsand prüfen wir nach dem Terzaghi-Kriterium, um innere Erosion zu verhindern. Bei Bauvorhaben in der Nähe von Altarmen oder verfüllten Hafenbecken ist eine sorgfältige Erkundung auf organische Einschlüsse unerlässlich.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum rund um die Bemessung von Schottersäulen deckt den gesamten Planungs- und Prüfprozess ab:
Geotechnische Voruntersuchung
Bewertung der Baugrundrisiken in den Elbniederungen. Auswertung von Altbohrungen und Durchführung von Drucksondierungen zur Bestimmung der Schichtgrenzen und Anfangsscherfestigkeit.
Numerische Bemessung der Schottersäulen
Ermittlung des optimalen Rasterabstands, der Säulenlänge und des Durchmessers mittels FEM. Nachweis der inneren und äußeren Tragfähigkeit sowie der Setzungsreduktion.
Qualitätssicherung und Prüfung
Kontrolle der Verdichtungswirkung durch Lastplattendruckversuche auf der Einzelsäule und im Feld. Überprüfung der Filterstabilität und Dokumentation nach DIN EN 14731.
Fragen und Antworten
Ab welcher Tiefe lohnen sich Schottersäulen in Magdeburg gegenüber einer Pfahlgründung?
In den fluviatilen Sedimenten Magdeburgs reichen tragfähige Sande oder Geschiebemergel oft erst ab 8 bis 15 Metern Tiefe. Eine reine Flachgründung scheidet dann wegen unzulässiger Setzungen aus. Schottersäulen verteilen die Last über einen Verbundkörper und reduzieren die Setzungen um 40 bis 70 Prozent. Sie sind meist wirtschaftlicher als Pfähle, wenn die verbesserte Tragfähigkeit von 200 bis 350 kN/m² ausreicht.
Welche Kosten entstehen für die Bemessung von Schottersäulen?
Die reine Bemessungsleistung liegt je nach Projektumfang und erforderlichem Untersuchungsprogramm zwischen €1.310 und €5.250. Der Preis umfasst die geotechnische Erkundung, die numerische Modellierung und den rechnerischen Nachweis nach EC7.
Wie wird die Qualität der eingebauten Schottersäulen in Magdeburg geprüft?
Die Prüfung erfolgt primär über Lastplattendruckversuche nach DIN 18134 direkt auf dem Säulenkopf. Wir messen den Verformungsmodul Ev2 und den Verdichtungsgrad. Zusätzlich kontrollieren wir die Säulengeometrie durch Nachsondierungen und prüfen die Filterstabilität zwischen Schotter und anstehendem Boden.