In Magdeburg beobachten wir auf Baustellen immer wieder, dass der Verdichtungsgrad trotz mehrfacher Walzübergänge nicht den geforderten Sollwert erreicht – besonders auf den sandig-kiesigen Talsanden, die den Untergrund großer Teile des Stadtgebiets prägen. Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren liefert hier die entscheidende Referenz, weil sie unabhängig vom Korngerüst arbeitet und auch bei grobkörnigen Böden verlässliche Werte ergibt. Unser Prüfteam führt das Verfahren nach den Vorgaben der RAP Stra und der ZTV E-StB durch, kalibriert den Prüfsand vor jeder Messserie und dokumentiert jeden Prüfpunkt lückenlos. Gerade bei den aktuellen Infrastrukturprojekten entlang der Elbarme, wo Auffüllungen mit wechselnden Chargen eingebaut werden, hat sich die Kombination aus flächendeckender Dichteprüfung und stichprobenartiger Korngrößenanalyse als wirksame Qualitätssicherung bewährt.
Der Sandkegelversuch bleibt das genaueste direkte Verfahren zur Dichtebestimmung, wenn das Größtkorn über 31,5 mm liegt – und das ist in Magdeburgs Kiesschichten häufiger der Fall als gedacht.
Technische Details zur Leistung in Magdeburg

Risiken und Überlegungen in Magdeburg
Ein klassischer Fehler, den wir im Magdeburger Raum immer wieder antreffen: Der Erdbaubetrieb führt die Felddichtebestimmung selbst mit einem nicht kalibrierten Sandkegelgerät durch, verwendet falsch gelagerten Prüfsand und dokumentiert die Ergebnisse ohne Bezug auf die aktuelle Proctorkurve. Die Folgen treten oft erst Monate später auf, wenn Setzungen die Fahrbahnoberfläche deformieren oder Frosthebungen die gebundene Deckschicht zerstören. Besonders heikel wird es bei Hochwasserschutzdeichen entlang der Elbe, wo eine unzureichende Verdichtung im Deichkörper bei ansteigendem Grundwasser Sickerwege öffnet und die Standsicherheit gefährdet. Ein von unabhängiger Stelle durchgeführter, normgerechter Dichtenachweis schützt den Auftraggeber vor Gewährleistungsrisiken und stellt sicher, dass bei der Abnahme belastbare Kennwerte vorliegen.
Unsere Leistungen
Unsere Leistungen im Bereich Dichteprüfung und begleitende Bodenuntersuchung für Magdeburg und das Umland:
Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren)
Normgerechte Dichteprüfung nach DIN 18125-2 für Erdbaumaßnahmen, Straßenbau und Leitungsgräben mit kalibriertem Prüfgerät und vollständiger Dokumentation des Verdichtungsgrads DPr.
Proctorversuch (Labor)
Ermittlung der Proctorkurve und der optimalen Wassergehalte nach DIN 18127 als unverzichtbare Referenz für jede Felddichtebestimmung im Erdbau.
Verdichtungskontrolle im Deichbau
Spezielle Prüfprogramme für Hochwasserschutzanlagen an der Elbe mit erhöhter Prüffrequenz und Dokumentation nach den Vorgaben der zuständigen Flussbaubehörde.
Fragen und Antworten
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Magdeburg?
Für eine einzelne Prüfung nach RAP Stra, inklusive Kalibrierung des Sandkegelgeräts und Dokumentation, beginnen die Kosten bei ca. 110 Euro. Bei größeren Prüfserien mit mehreren Messpunkten pro Tag reduzieren sich die Kosten pro Punkt entsprechend.
Welche Prüffrequenz schreibt die ZTV E-StB für den Straßenbau vor?
Die ZTV E-StB 17 fordert für die Verdichtungskontrolle im Erdbau in der Regel einen Prüfpunkt je 2.000 m² und eingebauter Lage. Bei geringeren Schichtstärken, wechselnden Bodenchargen oder erhöhten Anforderungen an die Tragfähigkeit kann die Prüffrequenz auf einen Punkt je 1.500 m² verdichtet werden.
Ist das Sandkegelverfahren auch bei grobkörnigen Böden mit Kiesanteil zuverlässig?
Ja, das Sandkegelverfahren eignet sich besonders für grobkörnige Böden bis zu einem Größtkorn von 63 mm, wie sie in Magdeburgs Talsanden und Kiesschichten häufig vorkommen. Bei Kornfraktionen über 63 mm muss mit einem Ersatzverfahren gearbeitet werden, wobei das ausgesiebte Grobkorn über eine Korrekturberechnung berücksichtigt wird.
Wie lange dauert eine Einzelprüfung auf der Baustelle?
Die reine Prüfdauer vor Ort beträgt etwa 20 bis 30 Minuten pro Messpunkt, abhängig von der Aushärtung des Bodens und der erforderlichen Sorgfalt beim Ausheben der Prüfgrube. Hinzu kommt die Vorbereitungszeit für die Gerätekalibrierung zu Beginn des Prüftages.