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Magdeburg
Magdeburg, Germany

Aktive/passive Verankerungsbemessung in Magdeburg – Spannanker nach DIN EN 1997-1

Die Dimensionierung von Verpressankern in Magdeburg folgt den Vorgaben der DIN EN 1997-1 in Verbindung mit DIN 1054 und der EAU, wobei die besonderen Untergrundverhältnisse im Stadtgebiet eine präzise Modellierung erfordern. Das Elbtal und die angrenzenden Niederterrassen prägen den Baugrund mit mächtigen quartären Sanden und Kiesen, die lokal von Auelehm überlagert werden und ein variables Grundwasserregime aufweisen. Gerade im Bereich der östlichen Stadtteile wie Brückfeld oder Cracau, aber auch bei innerstädtischen Baugruben nahe der Johanniskirche, muss das Zusammenspiel von Ankerlänge, Krafteinleitung und Grundwasserströmung sorgfältig untersucht werden. Unsere SPT-Bohrung liefert dabei die notwendigen Kennwerte zur Mantelreibung in den rolligen Schichten, bevor wir das Verankerungssystem bemessen.

Ein Vorspannanker in Magdeburger Terrassensanden kann bei fachgerechter Injektion und Nachverpressung das 2,5-fache der rechnerischen Gebrauchslast aufnehmen, bevor das Verbundsystem versagt.

Technische Details zur Leistung in Magdeburg

Die geotechnischen Randbedingungen in Magdeburg variieren stark zwischen dem westlichen Höhenzug und der östlichen Elbaue. Während man im Stadtteil Sudenburg auf relativ tragfähige, pleistozäne Schmelzwassersande trifft, dominieren im östlichen Rothensee und entlang des Elbe-Ufers weiche Auelehme über locker gelagerten Talsanden. Diese Unterschiede bestimmen maßgeblich, ob ein aktiver Anker mit freier Stahllänge im Kiesbett verankert wird oder ob ein passiver Daueranker mit Mehrfachkorrosionsschutz zur Ausführung kommt. In den Auenbereichen mit hohem Grundwasserstand kombinieren wir die Ankerbemessung oft mit einer In-situ-Durchlässigkeitsmessung, um die hydraulischen Gradienten und mögliche Auftriebseffekte hinter der Verbauwand realistisch abzubilden. Die Mantelreibungswerte werden schichtspezifisch angesetzt, wobei wir bei den typischen Mittel- bis Grobkiesen von charakteristischen Werten um 200 bis 350 kN/m² ausgehen, während in den Sanden mit 100 bis 180 kN/m² gerechnet werden muss.
Aktive/passive Verankerungsbemessung in Magdeburg – Spannanker nach DIN EN 1997-1
Aktive/passive Verankerungsbemessung in Magdeburg – Spannanker nach DIN EN 1997-1
ParameterTypischer Wert
Prüflast (Eignungsprüfung)1,5 × Gebrauchslast (aktive Anker) / 1,15 × Bemessungswiderstand (passive Anker)
Maximale Prüfspannung0,80 × charakteristische Zugfestigkeit des Stahlzugglieds
Freie Stahllänge (Mindestmaß)≥ 5,0 m oder 40 % der Gesamtlänge (Magdeburger Lockergestein)
Verpresskörperdurchmesser100–200 mm (abhängig vom Bohrverfahren und Überlagerungsdruck)
KorrosionsschutzstufeKSS 2 (temporär) / KSS 3 (Daueranker, z.B. Uferwand Elbe)
Zulässige Ankerneigung10°–30° gegen Horizontale (nach EAU, Kap. 8)
Nachverpressdruck15–40 bar (Manschettenrohr, abhängig von Gebirgsdurchlässigkeit)

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Risiken und Überlegungen in Magdeburg

Für die Herstellung der Ankerbohrung in Magdeburg setzen wir vorwiegend auf das drehende Bohrverfahren mit Doppelkopf oder das Imlochhammerverfahren mit Spülung, je nachdem ob die quartären Kiese mit Steinen durchsetzt sind oder die Bohrung im Grundwasser abgeteuft wird. Das größte Ausführungsrisiko liegt im unkontrollierten Austritt von Verpressgut entlang von Schichtfugen oder in offenen Kieslagen, was zu einem lückenhaften Verpresskörper und späteren Kriechverformungen unter Dauerlast führt. Besonders im Bereich der Hochwasserschutzanlagen, etwa entlang der Elbuferpromenade, ist die Integrität des Korrosionsschutzes kritisch, da wechselnde Wasserstände und Tausalze aus dem Winterdienst die Ankerköpfe angreifen. Unsere Qualitätssicherung umfasst daher eine lückenlose Prüfprotokollierung nach DIN EN ISO 22477-5, wobei jeder Anker vor dem Absetzen einer Eignungs- und Abnahmeprüfung unterzogen wird, um die geforderte Kriechrate von unter 1 mm pro Zeitdekade sicher nachzuweisen.

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Anwendbare Normen: DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN EN ISO 22477-5:2019-05 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Prüfung von geotechnischen Bauwerken und Bauwerksteilen – Teil 5: Ankerprüfungen), EAU 2020 (Empfehlungen des Arbeitsausschusses Ufereinfassungen)

Unsere Leistungen

Unser Leistungsspektrum bei der Ankerbemessung in Magdeburg deckt den gesamten Prozess von der Voruntersuchung bis zur Abnahmeprüfung ab.

Geotechnische Vorerkundung für Anker

Durchführung von SPT- und Drucksondierungen im Bereich der geplanten Ankerlage zur Ermittlung der Lagerungsdichte und Mantelreibung in den Magdeburger Terrassenkiesen.

Standsicherheitsnachweis und Ankerbemessung

Erstellung des rechnerischen Nachweises für aktive und passive Verpressanker nach EC7-1, Abschnitt 8, inklusive Berücksichtigung von Strömungskräften im Elbtal.

Eignungs- und Abnahmeprüfungen vor Ort

Kriechversuche und Zugversuche an Injektionsankern gemäß DIN EN ISO 22477-5 mit digitaler Messwerterfassung, inklusive Auswertung der Zeit-Verformungs-Linie.

Fragen und Antworten

Wie tief müssen Anker in Magdeburg gesetzt werden, um die Auelehm-Schicht zu durchörtern?

Die erforderliche Einbindetiefe hängt vom konkreten Schichtprofil ab, liegt aber bei den typischen Baugrundverhältnissen im Magdeburger Elbtal häufig zwischen 8 und 18 Metern unter Geländeoberkante. Entscheidend ist, dass die Verpressstrecke vollständig in den tragfähigen quartären Sanden und Kiesen unterhalb des Auelehms liegt. Wir ermitteln die genaue Tiefenlage vorab durch Ramm- oder Drucksondierungen.

Mit welchen Kosten muss man für die Bemessung und Prüfung von Verpressankern in Magdeburg rechnen?

Die Kosten für die ingenieurtechnische Bearbeitung inklusive Standsicherheitsnachweis und Prüfkonzept liegen je nach Umfang der erforderlichen Zusatzuntersuchungen üblicherweise in einer Spanne von 1.020 bis 3.080 Euro. Der genaue Aufwand hängt von der Anzahl der Ankerlagen und der Komplexität des Baugrundmodells ab.

Welche Korrosionsschutzstufe ist für Daueranker an der Elbe vorgeschrieben?

Für dauerhafte Verankerungen im Einflussbereich wechselnder Wasserstände, wie es bei Uferwänden oder Hochwasserschutzbauwerken entlang der Elbe der Fall ist, schreibt die DIN EN 1997-1 in Verbindung mit der DIN SPEC 18537 die Korrosionsschutzstufe KSS 3 vor. Das bedeutet doppelter Korrosionsschutz durch Verpresskörper und Wellrohr mit werksseitiger Zementsteinummantelung.

Abdeckung in Magdeburg