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Magdeburg
Magdeburg, Germany

Korngrößenanalyse für Magdeburg: Siebung & Hydrometer nach DIN EN ISO 17892

Magdeburg liegt auf rund 56 m NHN, doch die quartären Ablagerungen entlang der Elbe und ihrer Nebenarme erzählen eine völlig andere Geschichte: Sandbänke, Auenlehme und Beckenschluffe wechseln hier auf wenigen Metern. Wer in Stadtteilen wie Cracau, Rothensee oder entlang des Elbauenparks gründet, braucht eine belastbare Korngrößenanalyse – andernfalls bleibt jede Verdichtungsprognose ein Ratespiel. Die Sieb- und Hydrometerkombination liefert die vollständige Kornverteilungskurve von der Grobkiesfraktion bis zur Tonfraktion <0,002 mm. Unser Labor in Magdeburg führt die Prüfung nach DIN EN ISO 17892-4 durch, ergänzt durch die Nasssiebung nach DIN 18123 für bindige Horizonte mit Feinkornanteilen über 10 %. Entscheidend ist die korrekte Probenahme vor Ort: Gestörte Proben aus Baggerschürfen oder Rammkernsondierungen müssen sofort luftdicht verpackt werden, damit der natürliche Wassergehalt die Dispergierung im Hydrometerversuch nicht verfälscht. Bei rolligen Schichten unterhalb des Grundwasserspiegels – typisch für die Talaue bei Stromelbe-km 326 – setzen wir die SPT-Bohrung ein, um tiefenorientierte Proben für die Korngrößenanalyse zu gewinnen.

Die Kornverteilungskurve ist kein Laborwert unter vielen – sie entscheidet über Frosthebung, Drainagefähigkeit und Filterregel nach Terzaghi.

Technische Details zur Leistung in Magdeburg

Die Magdeburger Baupraxis lehrt uns: Eine reine Trockensiebung reicht hier fast nie. Die Geschiebemergel der Saale-Kaltzeit und die holozänen Auenlehme enthalten regelmäßig Feinkornanteile, die erst unter 0,063 mm hydraulisch wirksam werden. Deshalb kombinieren wir Maschinensiebung mit dem Aräometerverfahren nach Casagrande, kalibriert mit Natriumpyrophosphat als Dispergator. Der gesamte Prüfablauf umfasst: Trocknung bei 105 °C und Ermittlung der Ausgangsmasse, Nasssiebung über den 0,063-mm-Prüfsiebkorb, Schlämmung der Suspension im Standzylinder bei konstanter 20 °C-Temperierung, Messung der Dichte in festgelegten Zeitintervallen nach Stokes'scher Absetzgeschwindigkeit und abschließende Auswertung der Kornsummenkurve mit Cu/Cc-Kennwerten. Die Ungleichförmigkeitszahl Cu und die Krümmungszahl Cc entscheiden über Frostempfindlichkeit, Filterstabilität und Erosionsanfälligkeit – drei Faktoren, die im Hochwasserschutzgebiet Magdeburgs keine Nebensache sind. Für jede Probe protokollieren wir den Feinanteil <0,063 mm, den Sandäquivalentwert und den Wassergehalt bei Probenahme. Die Norm DIN 18196 zur Bodenklassifikation verlangt exakt diese Parameter, bevor ein Boden als enggestufter Sand (SE) oder ausgeprägt plastischer Ton (TA) eingestuft werden darf.
Korngrößenanalyse für Magdeburg: Siebung & Hydrometer nach DIN EN ISO 17892
Korngrößenanalyse für Magdeburg: Siebung & Hydrometer nach DIN EN ISO 17892
ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-4:2017-04
Siebsatz (Maschenweiten)0,063 mm bis 63 mm (Vollanalyse)
Hydrometer-TypAräometer nach Casagrande, Skala B
DispergierungsmittelNatriumpyrophosphat (Na₄P₂O₇ · 10 H₂O)
Temperierung20 °C ± 0,5 °C im Wasserbad
AuswerteparameterCu, Cc, T/U/S/G-Anteil, kf-Schätzwert
Probenmindestmasse200 g bis 5 kg (kornabhängig)
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025, DAkkS-überwachte Prüfverfahren

Risiken und Überlegungen in Magdeburg

Magdeburg kennt zwei hydrologische Extreme: Elbhochwasser mit Pegelständen über 5,50 m am Alten Strom und lang anhaltende Niedrigwasserphasen, die den Kapillarsaum in den Auenböden absenken. Eine unvollständige Korngrößenanalyse übersieht genau diesen Wechsel zwischen gesättigtem und teilgesättigtem Zustand. Liegt der Feinanteil unter 5 %, steigt die hydraulische Durchlässigkeit sprunghaft – der Boden wird erosionsanfällig bei jedem Deichsickerstrom. Liegt er über 40 %, reagiert das Material mit ausgeprägter Kapillarität und bindet Wasser bis in die Frostzone. Die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB leitet sich direkt aus dem Kornverteilungsdiagramm ab: Böden mit mehr als 5 % Kornanteil <0,063 mm gelten als frostempfindlich (Klasse F2 oder F3). Bei Gründungen im Bereich des Magdeburger Urstromtals, wo Schmelzwassersande auf tertiäre Schluffe treffen, bestimmt die Korngrößenanalyse, ob eine Bodenverfestigung oder ein Bodenaustausch wirtschaftlicher ist.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 17892-4:2017-04 – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123:2011-04 – Bestimmung der Korngrößenverteilung durch Nasssiebung, DIN 18196:2011-05 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB 17 – Frostempfindlichkeitsklassen, DIN EN ISO 14688-2 – Benennung und Klassifizierung von Boden

Unsere Leistungen

Unsere Korngrößenanalyse in Magdeburg deckt das gesamte Kornspektrum ab – von Grobkies bis Ton. Drei Prüfvarianten stehen je nach Fragestellung zur Wahl:

Vollanalyse (Siebung + Hydrometer)

Kombinierte Trockensiebung und Aräometer-Schlämmanalyse für bindige und gemischtkörnige Böden. Erforderlich bei Frostempfindlichkeitsnachweis und Klassifikation nach DIN 18196.

Reine Siebanalyse (grobkörnig)

Maschinensiebung für Sande und Kiese mit Feinanteil <5 %. Auswertung von Cu/Cc, Sieblinie für Erdbaunachweise und Filterbemessung.

Schlämmkurve mit kf-Abschätzung

Hydrometer-Test mit Korndichte-Bestimmung nach DIN 18124. Abschätzung des Durchlässigkeitsbeiwerts kf nach Hazen/Beyer für Versickerungsanlagen und Drainageplanung.

Fragen und Antworten

Wann brauche ich eine kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse statt nur einer Siebung?

Sobald der Feinanteil <0,063 mm über 5 % liegt, schreibt die DIN 18196 die kombinierte Analyse vor. In Magdeburg betrifft das fast alle Auenlehme und Geschiebemergel. Nur mit der Vollkurve lassen sich Frostempfindlichkeitsklasse, Plastizitätseinschätzung und Filterstabilität belastbar ableiten.

Wie viel kostet eine Korngrößenanalyse in Magdeburg?

Eine kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse liegt im Raum Magdeburg bei 100 bis 150 Euro je Probe, abhängig von Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand. Reine Siebkurven ohne Hydrometer sind entsprechend günstiger.

Wie lange dauert eine vollständige Korngrößenanalyse im Labor?

Die reine Siebung liegt am selben Tag vor. Die Hydrometer-Schlämmanalyse benötigt 24 bis 48 Stunden wegen der Sedimentationszeiten und der Temperierung auf 20 °C. Mit Bericht und Klassifikation nach DIN 18196 rechnen Sie mit drei bis vier Werktagen ab Probeneingang.

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