Der häufigste Fehler bei Bauvorhaben im Magdeburger Stadtgebiet: die Tragfähigkeit des Baugrunds allein anhand von Erfahrungswerten aus benachbarten Grundstücken abzuschätzen. Die quartären Sedimente der Elbaue wechseln auf kürzester Distanz – was auf der einen Straßenseite als tragfähiger Sand anstand, kann wenige Meter weiter in eine weiche Auelehm-Linse übergehen. Eine Pfahlgründungsbemessung ohne vorherige Erkundung der genauen Schichtenfolge ist in Magdeburg keine Sparmaßnahme, sondern ein Risiko, das schon manche Baustelle wochenlang lahmgelegt hat. Unser Team führt die geotechnische Bemessung nach EC 7-1 (DIN EN 1997-1) in Verbindung mit DIN 1054 durch und berücksichtigt dabei die spezifischen Verhältnisse des Elbtals – von den Kiessanden der Niederterrasse bis zu den bindigen Auffüllungen im Stadtzentrum. In Kombination mit der Korngrößenanalyse lassen sich die erforderlichen Mantelreibungs- und Spitzendruckwerte präzise ableiten.
Die Pfahlbemessung im Elbtal erfordert schichtbezogene Kennwerte – mit Mittelwerten aus der Nachbarbebauung riskiert man unzulässige Setzungsdifferenzen.
Technische Details zur Leistung in Magdeburg

Risiken und Überlegungen in Magdeburg
Das Kernstück einer belastbaren Pfahlgründungsbemessung in Magdeburg ist die CPT-Sondierraupe – ein 20-Tonnen-Gerät, das mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit von 2 cm/s den Spitzendruck und die lokale Mantelreibung kontinuierlich aufzeichnet. Der Messkegel wird durch die quartären Sande und Kiese der Elbaue gedrückt, bis er den tragfähigen Horizont erreicht. Dabei dokumentiert der integrierte Neigungssensor jede Abweichung von der Lotrechten. In Magdeburgs heterogenem Untergrund mit Torflinsen und Auelehm-Einschaltungen liefert diese Sondierung die einzige wirklich schichthaltige Datenbasis. Ohne CPT-Messung bleibt die Pfahlgründungsbemessung eine Extrapolation aus Punktaufschlüssen – mit allen Unsicherheiten, die das für die Standsicherheit bedeutet. Ein unentdeckter Weichhorizont in der Gründungssohle kann bei Mantelreibungspfählen zu einem schlagartigen Tragfähigkeitsverlust führen, den selbst ein erhöhter Teilsicherheitsbeiwert nicht auffängt.
Unsere Leistungen
Die Pfahlgründungsbemessung ist kein isolierter Rechenschritt – sie muss mit der Baugrunderkundung, der Pfahlherstellung und der Qualitätsprüfung verzahnt sein. Unser Leistungsspektrum deckt den gesamten Prozess ab:
Geotechnische Erkundung und Kennwertermittlung
CPT-Sondierungen und Kernbohrungen zur schichtbezogenen Bestimmung von Mantelreibung und Spitzendruck. Auswertung nach EA-Pfähle mit statistischer Absicherung der Kennwerte für den Grenzzustand der Tragfähigkeit.
Pfahlbemessung und Nachweisführung
Äußere und innere Tragfähigkeit nach EC 7-1 und DIN 1054. Berücksichtigung von Gruppenwirkung, negativer Mantelreibung bei Auffüllungen und Knicknachweis bei Mikropfählen und weichen Böden.
Qualitätsprüfung am Pfahl
Low-Strain-Integritätsprüfungen zur Detektion von Querschnittssprüngen, dynamische Probebelastungen zur Verifikation der rechnerischen Tragfähigkeit und Ultraschallmessungen bei Großbohrpfählen.
Fragen und Antworten
Mit welchen Kosten muss ich für eine Pfahlgründungsbemessung rechnen?
Der Referenzbereich für diese Leistung in Magdeburg liegt bei €1.460 - €5.880. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.